Der Brautstrauß

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Der Brautstrauß ist das Accessoire für die Braut und sollte mit Bedacht ausgewählt sein.

Ein Blumenstrauß für die Braut

Der Brautstrauß

Eine Braut ohne Brautstrauß ist nahezu unvorstellbar. Das zauberhafte Accessoire bietet sich in unzähligen Varianten und sollte passend zu den Farben und dem Stil der Braut passen. Doch wer organisiert den Brautstrauß? Und woher kommt die schöne Idee, die Braut mit einem Blumenstrauß zum Altar zu führen?

Die Auswahl trifft der Bräutigam

Die Organisation des Brautstraußes zählt zu den Aufgaben des Bräutigams, der diesen für seine Liebste aussucht. Traditionell begleitet die Mutter des Bräutigams diesen, um unliebsame Überraschungen wie einen unpassenden Brautstrauß oder die falsche Blütenfarbe.

Ebenfalls zu beachtende Aspekte sind die Eigenschaften der Blumen: Pollenlastige Blüten oder gefärbte Blumen bergen die Gefahr, das Brautkleid durch Abfärben oder Pollenabgabe zu verschmutzen. Diese Gefahr sollte durch aufmerksame Auswahl vermieden werden. Natürlich kann die Braut ihrem Bräutigam auch dezente Hinweise zu passenden Blumen und Farben geben, um diesem die Auswahl des Brautstraußes unkompliziert zu erleichtern.

Worauf sollte beim Erwerb des Brautstraußes noch geachtet werden?

Der Brautstrauß soll als zierendes Accessoire dienen, gibt der sicherlich nervösen Braut jedoch auch einen dezenten Halt, um die Hände durch das Festhalten zu beruhigen. Er sollte entsprechend nicht nur schön aussehen, sondern auch in Farbe, Form und Stil zum Brautkleid passen. Hilfreich kann hierbei eine Stoffprobe des Brautkleides sein, die der Bräutigam auch zur Anpassung seines eigenen Hochzeitsoutfits nutzen kann.

Sinnvoll ist es auch, die Blumen an die Jahreszeit anzupassen. Ausgefallene Frühlingsblumen im Winter oder Herbst sind in der heutigen, modernen Zeit zwar möglich, jedoch oft mit hohen Mehrkosten verbunden. Auch sind einige Blumen nicht für jede Witterung geschaffen, so dass beispielsweise die Blumen bei sommerlichen Brautstrauß auch etwas Hitze vertragen können sollten, um nicht schon während der Trauung einen unschönen Anblick zu bieten.

Vielfältige Formen – der perfekte Brautstrauß

Optimal gewählt ist der Brautstrauß, wenn er sich in Farbe und Form in die dekorativen Elemente des Hochzeitstages einbindet. Der Biedermeierstrauß gilt als die klassische und elegante Variante, die durch enge und kugelige Bindung zu nahezu allen Brautkleider passt. Tropfenförmige und wasserfallartige Brautsträuße setzen besondere Akzente, bei denen die Blumen der Braut optisch aus der Hand zu fließen scheinen. Diese eignen sich besonders schön als Ergänzung zu Brautkleidern mit weichen und fließenden Stoffen und Schnitten. Stylisch bis extravagant wirken Brautsträuße, die als Armstrauß oder Zepterstrauß die Aufmerksamkeit erregen. Diese werden entsprechend ihrer Namensgebung auf dem Unterarm liegend oder wie ein Zepter von der Braut getragen.

Hübsches Accessoire mit praktischem Ursprung

Der heute unverzichtbare Brautstrauß zur Hochzeit hatte ursprünglich eher einen praktischen Hintergrund. Er entwickelte sich in der Renaissance in der gehobenen Gesellschaftsschicht. Die nervöse Braut erhielt dabei einen duftenden Blütenstrauß, der sie mit zarten Aromen vor einer Ohnmacht bewahren sollte. Diese wurde zuvor oft durch den übermäßigen Gebrauch von Weihrauch während der Trauung ausgelöst und durch den für die damalige Zeit typischen Mangel an Körperhygiene sowie den damit verbundenen Ausdünstungen verstärkt. Mit dem Brautstrauß hoffte man entsprechend zu verhindern, dass die Braut durch die vielfältigen Eindrücke und Düfte der großen Festgesellschaft umkippte. Typische Blumen für den Brautstrauß waren zu jenen Zeiten duftende Rosen, Lilien und aromatische und anregende Kräuter wie Rosmarin und Lavendel.